Damit unsere Gemeinde auch in Zukunft liebenswert und lebensfähig bleibt FW - wir haben eine starke Liste - unser Beitrag für eine liberale demokratische Mitte
Liebe Mitglieder und Freunde der Freien Wähler,
am 8. März 2026 findet die nächste Kommunalwahl statt. Dank dem Engagement von (20+2) Mitbürgerinnen und Mitbürgern konnten wir Freien Wähler Weiler-Simmerberg-Ellhofen e.V. (FW VorOrt) auch für diese Gemeinderatswahl eine attraktive Liste zusammenstellen. Ziel war es und ist es, auch in der kommenden Legislaturperiode mit einer starken FW Fraktion eine sachorientierten Politik im Marktgemeinderat zum Wohl unserer Heimatgemeinde mitgestalten zu können.
Erfolgreiche Nominierungsversammlung am 1.12.2025
Auf Veränderungen zu hoffen, ohne selbst dafür was zu tun, ist wie am Bahnhof zu stehen und auf ein Schiff zu warten.
Albert Einstein



VorOrt im Dialog, mit
Indra Baier-Müller (Landrätin Oberallgäu)
Am 19. Feb. 2026, Gemeindehaus Rothachtal in Weiler
Fragen die im Dialog erörtert wurden
Teil 1: Schule der Zukunft & Ganztagsbetreuung 2027+
1) Welches sind aktuell die besonderen gesellschaftlichen Bedürfnisse?
• Verlässlichkeit: Eltern brauchen planbare Betreuung — auch bei Randzeiten.
• Chancengerechtigkeit: Ganztag als Lern- UND Lebensort, gleiche Förderung für alle.
• Vereinbarkeit: Arbeit und Familie ohne ständige Organisationskrisen.
• Individuelle Förderung: Begabungs-, Sprach- und Sozialförderung statt
„Einheitsunterricht“.
• Gesunde Entwicklung: Bewegung, Ruhe, gemeinsames Essen, soziale Bindungen.
• Fachkräftebindung: Schulen als attraktive Arbeitsorte für Lehrkräfte & pädagogische
Teams.
• Gemeinschaft & Teilhabe: Schule als Ort, der Dorf/Gemeinde stärkt.
2) Ab dem kommenden Schuljahr 2026/27 startet schrittweise die
Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder -
Was sind die wesentlichen Ziele?
Intention des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales
https://www.stmas.bayern.de/ganztagsbetreuung/index.php
3) Wo liegen denn die Herausforderungen für die Kommunen?
• Fachkräftemangel (pädagogisches Personal, Schulsozialarbeit, Mittagsbetreuung)
• Infrastruktur (Räume, Mensa, Sanitär, Digitalisierung, Außenflächen)
• Finanzierung & Betriebskosten (Investitionen + laufender Betrieb)
• Koordination zwischen Schule, Jugendhilfe, Vereinen, Trägern
• Qualitätssicherung (nicht nur „Aufbewahrung“, sondern pädagogisches Konzept)
• Inklusion & Heterogenität (Sprachförderung, Integrationsarbeit)
• Ländliche Wege/ÖPNV (Kinder müssen überhaupt hinkommen können)
4) Was ist bei der Vermittlung von Medienkompetenz zu beachten. Die Schulen
sind mittlerweile gut ausgestattet mit Endgeräten. Für den laufenden Support
der Systeme aber, reicht das verfügbare IT-Fachpersonal nicht aus.
Ist das seitens Politik nicht zu Ende gedacht, sind die Aufwände und das Budget
nicht adäquat berücksichtigt?
• Geplante Aufwände entsprechen nicht dem realen Bedarf
• Finanzielle Ausstattung seitens Land und Bund reichen nicht für laufenden Unterhalt
5) Wie wird Ganztag ein Gewinn für Kinder — nicht nur Aufbewahrung?
Was soll die Schule der Zukunft leisten?
• Offener Ganztag mit Modulen
• Pflichtkernzeit + wählbare Vertiefungen (Sport, Technik, Sprache, Kreativ)
• Stärkt Individualisierung und reduziert Überforderung.
• Multiprofessionelle Teams
• Lehrkräfte + pädagogische Fachkräfte + Sozialarbeit + Ehrenamt
• Entlastung und mehr Beziehungsarbeit.
• „Lernräume statt Klassenzimmer“
• Ruhe-, Projekt-, Bewegungsräume; Außenflächen pädagogisch nutzen
• Mehr Motivation und bessere Konzentration.
• Hausaufgaben → Lernzeit
• Medienkonzepte, Leihgeräte, Lernplattformen — aber verbindliche Regeln.
• Gesundheit & Ernährung
• Frische Mensa, Bewegungszeiten, Programme zu Resilienz & mentaler Gesundheit.
• Partizipation
• Kinderparlament, Elternforen, Feedback-Schleifen.
• Regionale Lernpartnerschaften
• Betriebe, Handwerk, Pflege, Umweltstationen → echte Lebenspraxis.
6) Unsere Kinder sollen nicht nur Wissen anhäufen, zur guten Vorbereitung auf das
Leben sind viele Kompetenzen zu erlernen. z.B. Sozialkompetenz, Resilienz, die
Fähigkeit für selbständiges lebenslanges Lernen.
Frage: Was braucht es, dass Kinder in all diesen Bereichen ausreichend gefördert
werden, und sich gut entwickeln können?
• xxxxxxx
7) Um das Angebot einer Ganztagsbetreuung gut umsetzen zu können, bedarf es
gewisser Veränderung.
Frage: Was braucht es hier z.B. räumlich (Raum als 3 Erzieher!), was Strukturell
und was Personell?
• Die Gemeinde Weiler-Simmerberg-Ellhofen, plant aktuell die Sanierung der Grund- und
Mittelschule in Weiler. Zur Ausarbeitung eines räumlichen und pädagogischen
Konzeptes finden demnächst Workshops mit der Firma Lern-Landschaft statt.
• Eine Vorstellung dazu liefert das Modell des „Münchner Lernhaus“
8) Besonders wichtig ist die personelle Ausstattung. Neben qualifiziertem
Fachpersonal gibt e auch die Möglichkeit engagierte Hilfskräfte einzusetzen.
Gibt es ausreichend Personal am Markt, um die steigende Nachfrage decken zu
können?
• Wichtig ist es, dass pädagogisches Fachpersonal eingesetzt wird, und dass dieses
kontinuierlich aus- und weitergebildet wird.
Da die Erwartungen sehr hoch sind, muss auch auf die gute Unterstützung der
Pädagoginnen und Pädagogen geachtet werden.
Letztendlich müssen aber auch die Eltern ihre Verantwortung als Erziehungsbeauftragte
wahrnehmen.
Teil 2: Innerörtliche Mobilität in Bayern
(1) In der Vergangenheit hatte der motorisierte Verkehr hohe Priorität. Es wurde
viel Wert auf schnelles Vorankommen gelegt. Schwächere Verkehrsteilnehmer
haben und hatten das Nachsehen.
Ist es nicht Zeit für einen Perspektivwechsel?
„Wie bewegen sich Menschen sicher und gerne im Ort?“
• Sicherheit – besonders Kinder, Senior:innen, Menschen mit Einschränkungen
• Aufenthaltsqualität – Ortsmitte als Lebensraum, nicht Transitstrecke
• Lärmschutz
• Klimaschutz und lokale Lebensqualität
(2) Ganz konkret ist die zul. Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf den
Durchfahrtsstraßen unserer Orte ein Thema. Eine Reduzierung dieser ist kaum zu
erreichen.
Derzeit haben wir nur in Simmerberg eine Teilstrecke im Bereich Schule, auf
Tempo 30km/h reduziert.
Welche Möglichkeiten hat das Landratsamt, auf Kreis- und Bundesstraßen
innerorts eine Temporeduzierung anzuordnen?
Gibt es evtl. einen noch nicht ausgeschöpften Gestaltungsspielraum?
• Generell ist per Gesetzt Tempo 50km/h vorgegeben
• Ausnahmen sind partiell möglich, im Bereich von Kindergärten, Schulen,
Seniorenheimen, oder bei besonderer Lärm-Belastung, wobei hier die Höhe des
Verkehrsaufkommens eine Rolle spielt
(3) Thema Querungshilfen. Wenige Übergänge konnten wir dank äußerster
Beharrlichkeit bisher umsetzten.
Wäre bei höherer Priorisierung, deutlich mehr möglich?
Was schränkt uns konkret ein, bzw. was liegt in der Hoheit und Verantwortung
der Landrätin/Landratsamt und könnte umgesetzt werden?
• Es müssen größere Fußgängerströme vorhanden sein, die klar gebündelt werden
können
• Es muss ein ausreichender Sichtbereich vorhanden sein
• Sie dürfen nicht zu dicht an Kreuzungen platziert werden
• Verwunderung lösen oft die Kosten für entsprechende Maßnahmen aus.
Sind die Vorgaben übertrieben, lassen sich nicht günstigere Lösungen finden?
• Das Sicherheitsdenken und der Anspruch in der Bevölkerung sind hoch. Um diesem
gerecht zu werden sind entsprechen viele Vorgaben und Anforderungen entstanden.
Wäre der Anspruch nicht so hoch, könnte sicher günstiger gebaut werden.
• Vorgaben sind z.B. ausreichende Beleuchtung, auf und neben der Querung, ausreichend
großer und befestigter Wartebereich an der Seite, Fußweg zu und von der Qerungshilfe
Eine aktuelle Hürde ist die Planungskapazität seitens Straßenbauamts,
Maßnahmen müssen warten.
Frage: Wer kümmert sich um eine adäquate personelle Ausstattung der Ämter,
damit die dort anfallenden Aufgaben zügig erledigt werden können?
• Eine Lösung könnte die Vergabe von Planungsleistungen an externe Anbieter sein. Der
Landkreis Oberallgäu arbeitet regelmäßig mit privaten Anbietern zusammen, welche die
geforderte Kompetenz mitbringen, und die Kapazität erweitern.

Nominierungsversammlung
1.12.2025
32 Wahlberechtigte haben in geheimer Wahl die Reihenfolge auf unserer Liste festgelegt


